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Relevante Akteure in der gesellschaftlichen Debatte – Wissen stärken, Akzeptanz steigern, Positionierung unterstützen

Ziel von HyStarter ist es die Sichtbarkeit und die Sensibilisierung zum Thema Wasserstoff zu stärken und eine auf erneuerbare Energien basierende, sektorengekoppelte Energiewirtschaft zu beschleunigen. Dafür muss vor allem auch der gesellschaftliche Diskurs angestoßen und die Akzeptanz zum Thema gesteigert werden. Der Dialog mit Akteuren, die über eine breite Reichweite in der Gesellschaft bzw. über eine hohe Multiplikatorenwirkung verfügen, kann hier als wichtiges Instrument gesehen werden. Diese Akteure und Organisationen gilt es dabei zu unterstützen dem Thema eine größere Aufmerksamkeit zu verschaffen und Wissen in die Breite der Gesellschaft zu tragen.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Austausch zu zwei gesellschaftlich relevanten Akteuren bzw. Organisationen gesucht. Diese werden bei der Erarbeitung einer eigenen Positionierung zum Thema Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien begleitet.

 

Um das Thema Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien sichtbarer zu machen, ist im Projekt HyStarter neben der Arbeit in den Regionen auch der Austausch mit zwei gesellschaftlich relevanten Akteuren / Organisationen vorgesehen.

Im Ergebnis eines gemeinsamen Arbeitsprozesses steht jeweils die Entwicklung einer Position zum Thema Wasserstoff, die Ausarbeitung eines Positionspapiers sowie die Unterstützung bei einer Verbreitungsstrategie mit u.a. mit Konferenzbeiträgen, Online-Inhalten sowie die Möglichkeit der Vorstellung der Position bei einer NOW-Veranstaltung durch den Akteur.

Die Arbeit mit den zwei sogenannten Multiplikatoren soll, wenn möglich, auch auf die Arbeit in den neun Wasserstoffregionen einzahlen und ein Austausch zu den Akteuren der HyStarter-Regionen hergestellt werden.

Jedem Akteur / jeder Organisation wird in vier halbtägigen Arbeitstreffen die Möglichkeit gegeben, das notwendige Wissen zum Thema Wasserstoff aufzubauen, um eine eigene Haltung zu entwickeln bzw. diese zu stärken. Zusätzlich wird den Akteuren ergänzende Recherchen und inhaltliche Zuarbeit sowie ein regelmäßiger Austausch angeboten.

Die Zuarbeiten bei der Ausarbeitung des Positionspapiers sowie der Verbreitungsstrategie erfolgt in enger Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Akteur, HyStarter-Projektteam (Nuts One GmbH) und NOW GmbH.

Bei der Umsetzung der Verbreitungsstrategie erhält der Akteur auch nach den Arbeitstreffen organisatorische Unterstützung durch das Projektteam und die NOW GmbH.

Zusammen mit dem Auftraggebern werden zwei Multiplikatoren ausgewählt, um gemeinsam zum Thema Wasserstoff und einer Positionierung zu arbeiten. Hierfür erfolgt eine Recherche zu potentiellen Akteuren mit Multiplikatorwirkung, die sich bislang nicht sichtbar zum Thema Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien positioniert haben. Folgende Auswahlkriterien waren dabei besonders relevant:

  • Ein bereits bestehender Bezug zur nachhaltigen Mobilität bzw. der Energiewende und ein aktives Prägen des Diskurses zu diesen Themenschwerpunkten
  • Der Akteur erreicht durch seine Arbeit möglichst viele/unterschiedliche soziale Schichten in der Gesellschaft.
  • Der Akteure erreicht auch die jüngeren Generationen.
  • Der Akteur hat Einfluss auf unterschiedliche administrative Ebenen (Bundes-, Landes- oder Kommunale Ebene)

 

Arbeitstreffen:

In vier halbtägigen Arbeitstreffen wurde die Möglichkeit geboten, Wissen zum Thema Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien zu generieren bzw. zu stärken und bei der Positionierung und Dissemination zu unterstützen. Dazu wurden je nach Bedarf verschiedene thematische Inputs zur Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie gehalten und Fachreferenten eingeladen sowie Interviews mit weiteren relevanten Akteuren aus der Organisation geführt. Die Arbeitstreffen wurden ebenfalls zur Abstimmung anstehender Arbeiten für die Entwicklung des Positionspapiers sowie weiterer begleitender Veröffentlichungen und möglicher Veranstaltungsformate zur Präsentation der Positionierung genutzt.

 

Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH)

 

Als Spitzenorganisation der deutschen Wirtschaft mit Sitz im „Haus des Deutschen Handwerks“ in Berlin bündelt der ZDH auf Bundesebene die Arbeit von 53 Handwerkskammern, 48 handwerklichen Fachverbänden sowie bedeutender wirtschaftlicher und sonstiger Einrichtungen des Handwerks. Mehr als 5,58 Millionen Beschäftigte sind heute im Handwerk tätig, knapp 370.000 Lehrlinge werden für die Arbeit im Handwerk qualifiziert.

Der ZDH hat als Dachorganisation im Netzwerk des gesamten Handwerks eine hohe Reichweite, er dient der gemeinsamen Willensbildung in allen grundsätzlichen Fragen der Handwerkspolitik und vertritt die Gesamtinteressen des Handwerks gegenüber Bundestag, Bundesregierung und anderen zentralen Behörden, der Europäischen Union (EU) und internationalen Organisationen. Der ZDH unterstützt darüber hinaus gemeinsam mit den Handwerkskammern, Fachverbänden und Innungen vor Ort gezielt die eine Million meist kleinen und mittelständischen Betriebe des Handwerks durch Informationen zu aktuellen Entwicklungen und ist somit ein geeigneter Multiplikator, um innerhalb der gesamten Handwerksbereiche für Fragen der Energie- und Klimapolitik und damit auch der Wasserstoffwirtschaft zu sensibilisieren sowie Positionen und Bedarfe des Handwerks an die unterschiedlichen staatlichen und regionalen Ebenen zu tragen.

Dem Handwerk kommt hinsichtlich der erfolgreichen Marktdurchdringung klimafreundlicher Technologien als Nutzer und als Multiplikator eine wichtige Funktion zu: Handwerksbetriebe sind über Innovationen im eigenen Betrieb sowie im Schnittpunkt zu privaten und gewerblichen Kunden ein entscheidender Faktor für eine beschleunigte und nachhaltige Umsetzung der Energie- und Verkehrswende. Ein zentrale Rolle spielen zahlreiche Gewerke des Handwerks auch im Bereich der Gebäude-, Fahrzeug-, Energie- und Umwelttechnik, wo Fachbetriebe gewerbliche und private Kunden zu klimafreundlichen Technologien beraten und diese Technologien sowie die dafür notwendigen Infrastrukturen auf- bzw. einbauen.  Die Handwerksbetriebe selbst sind zur wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung, für Fahrten zu Serviceeinsätzen oder Baustellen sowie für den Transport von Arbeitsmaterialien auf eigene flexibel einsetzbare Fahrzeuge angewiesen. Die umfangreichen Fuhrparks der Betriebe sollen in Zukunft immer umfassender mit klimafreundlichen Antrieben ausgestattet werden. Diese müssen aber gleichzeitig alle Leistungserfordernisse abdecken können. In allen genannten Feldern gewinnt die Wasserstofftechnologie zunehmend an Bedeutung.

Das Handwerk wird sich auf allen Ebenen in die Diskussion über diese wichtige Zukunftstechnik und bei deren Umsetzung einbringen.

 

 

Ansprechpartner der Abteilung Wirtschaft und Umwelt

 

Dr. Carsten Benke

Regional- und Stadtentwicklung, Bau

und Verkehr

Michel Durieux

Energie und Klima

 

Das Hintergrund und Positionspapier des Zentralverbands des Deutschen Handwerks finden Sie hier.