HyStarter

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert im Rahmen des HyStarter-Projekts neun Regionen in Deutschland bei der Entwicklung eines Wasserstoffkonzepts und der Herausbildung eines Akteursnetzwerks vor Ort. Als Teil des HyLand-Programms werden die Regionen mit Mitteln des Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP 2.0) fachlich und strategisch unterstützt.

Für die Programmziele und den Erfolg der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in einem zukünftigen Verkehrs- und Energiesystem ist die Sichtbarkeit und Akzeptanz der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in der Öffentlichkeit und insbesondere bei zentralen Akteuren, die in diesem Kontext über eine Hebelwirkung verfügen, von entscheidender Bedeutung. Entsprechend ist das Ziel des HyStarter-Projekts, durch geeignete Instrumente zur Wissensstärkung und zur Akzeptanzsteigerung in der Gesellschaft beizutragen.

Gemeinsam mit den Akteuren aus 9 Kommunen und Regionen in Deutschland werden wir in den kommenden Monaten Konzepte einer integrierten Energie- und Verkehrswende vor Ort entwickeln, welche die Potentiale der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie zur Beschleunigung der regionalen Aktivitäten identifizieren und erschließen. Die Konzepte sollen sich als Blaupause auch als Inspiration für weitere Regionen eignen.

Vorgehen im HyStarter-Projekt

Vorgehen im HyStarter-Projekt

Das Ziel von HyStarter ist es, 9 Regionen in Deutschland jeweils 12 Monate lang bei der Entwicklung ihrer regionalen Energie- und Verkehrswendekonzepte zu begleiten. Im Rahmen der Konzeptentwicklung werden die Potentiale, die Chancen und die Grenzen der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien zur Beschleunigung einer auf erneuerbaren Energien basierenden, sektorengekoppelten Energiewirtschaft identifiziert und quantifiziert sowie geeignete Systemlösungen zur Umsetzung entwickelt.

Im Ergebnis des Prozesses steht im Erfolgsfall eine Konzeptstudie, die neben der Vision der zukünftigen Energieversorgung auch je einen mit den regionalen Akteuren abgestimmten Maßnahmenkatalog und Fahrplan zu ihrer Realisierung enthält. Das als geeignet identifizierte Technologiesystem wird hinsichtlich seiner rechtlichen und wirtschaftlichen Machbarkeit sowie der resultierenden Klimaschutzwirkungen evaluiert und optimiert.

Sollte sich im Verlauf des Prozesses herausstellen, dass keine geeigneten Technologielösungen gefunden werden kann, so steht im Ergebnis des HyStarter-Projekts ein Positionspapier der regionalen Akteure. Dieses zeigt – neben den für die Region wichtigsten Potentialen und Chancen – die als wesentlich identifizierten Hemmnisse der Umsetzung einer wasserstoffbasierten Energie- und Verkehrswende auf und enthält Vorschläge zur Verbesserung der Situation.

Die 9 Regionen werden je 12 Monate bei der Konzeptentwicklung fachlich und organisatorisch durch ein Expertenteam begleitet, welches die vorhandenen Ideen in Hinblick auf ihre technische und wirtschaftliche Machbarkeit sowie den resultierenden gesellschaftlichen und ökologischen Nutzen evaluiert bzw. optimiert.

Die Ergebnisse des Prozesses werden anschließend redaktionell und graphisch als Studie aufgearbeitet und elektronisch als Druckversion zur Verfügung gestellt. Sofern zu Projektbeginn noch kein regionales Akteursnetzwerk vorhanden ist, ist die Entwicklung und Pflege eines solchen Netzwerks über die Projektlaufzeit ebenfalls integraler Bestandteil der Unterstützungsleistung von HyStarter. 1-2 Regionen werden darüber hinaus medienwirksam im Prozess begleitet werden (Erstellung eines Features in Radio- oder Printmedien).

Die Konzeptentwicklung findet in insgesamt 6 halb- bis ganztägigen Strategieworkshops statt, die im Abstand von 6-8 Wochen in der Region organisiert werden. Die thematischen Schwerpunkte der Workshops sind:

1. Identifizierung der regionalen Rahmenbedingungen und Erwartungen
2. Entwicklung und Validierung eines Grobkonzepts (Konzeptidee, Vision)
3. Entwicklung und Evaluierung eines geeigneten Technologiekonzepts
4. Analyse und Evaluierung der Wirtschaftlichkeit und möglicher Kooperationsmodelle
5. Entwicklung geeigneter Finanzierungsstrategien inkl. Risikobetrachtung
6. Entwicklung eines Fahrplans und Zuordnung von Verantwortlichkeiten

In Vorbereitung des Dialogprozesses findet je Region ein Kick-off-Treffen mit den Initiatoren statt. Ziel der regionalen Kick-off-Treffen ist es, die Dialogteilnehmer zu identifizieren und erste Hintergrundinformationen zum regionalen Kontext und den Erwartungen an das Projekt und die Konzeptstudie zu formulieren. Begleitend zum Dialogprozess finden bedarfsweise bilaterale Abstimmungen mit einzelnen Akteuren statt. Ziel dieser Gespräche ist es, die Strategieworkshops inhaltlich vor- und nachzubereiten, um ein effizientes Arbeiten vor Ort zu ermöglichen.

Die regionalen Teilnehmer am Dialogprozess erhalten keine Vergütung durch das HyStarter-Projekt. Es wird erwartet, dass die Regionen den Prozess durch projektbegleitende regionale Informationsveranstaltungen bzw. Pressearbeit unterstützen, um Transparenz zu wahren und Akzeptanz vor Ort für die Projektergebnisse zu schaffen.

Beauftragung und Projektbegleitung durch: