HyStarter | Wasserstoffregion Neustadt an der Waldnaab

Landkreis Neustadt an der Waldnaab

Projektstand

Ausgangslage
Netzwerk

Regionale Ziele
Interessenlage

Analyse

Herausforderung

Handlungsdruck

Gestaltungshoheit

Handlungsfelder

Synthese

Vorschlag für einen regionalen Handlungsansatz

Regionaler Handlungsansatz

Entwicklung

System- und Technologieansatz

Validierung

System- und Technologieansatz

Verständnis

Technische und wirtschaftliche Machbarkeit, Klimanutzen

System- und Technologieansatz

Optimierung

System- und Technologiedesign

Entwicklung

Realisierungsfahrplan

Validierung

Konzept regionale Wasserstoffwirtschaft

Hintergrund zur Region

Der Landkreis Neustadt an der Waldnaab ist mit einer Flächenausdehnung von 1.428 km² und einer Einwohnerzahl von rund 94.500 (Stand 30.06.2018) in der Nordoberpfalz gelegen. Mit 66 Einwohnern je km² ist er der am dünnsten besiedelte Landkreis bayernweit. Den Verwaltungssitz stellt die Kreisstadt Neustadt an der Waldnaab.

Ländlicher Raum und Strukturwandel stellen Herausforderungen dar, insbesondere im öffentlichen Nahverkehr und in der Erschließung von Energieinfrastrukturen. In Teilbereichen bilden immer noch teure und umweltschädliche Energiequellen wie Heizöl den Benchmark, welche zeitnah ersetzt werden müssen, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Dies bietet aber auch Chancen für den Aufbau dezentraler Strukturen.

Die Bevölkerung ist erneuerbaren Energien gegenüber aufgeschlossen, mehrere Bürger-Energiegenossenschaften haben sich erfolgreich etabliert. Die verkehrsgünstige Lage an der Ost-West-Transitachse Autobahn A6 ermöglicht den Aufbau zusätzlicher Wertschöpfungsketten. Neue regional übergreifende Konzepte wie das BAXI im öffentlichen Nahverkehr (Anrufbus/Taxi) werden vor Ort entwickelt und können mit Wasserstoff-Technologien verzahnt werden. Die energieintensive Industrie in der Region (u.a. Glasherstellung / Aluminiumguss) verfügt bereits über Erfahrung mit Wasserstofftechnologien und hat den benötigten Prozess-Wasserstoff in der Vergangenheit selbst hergestellt. Im Landkreis sind darüber hinaus mittelständische Automobil-Zulieferbetriebe angesiedelt, welche durch die Kompetenzentwickelung in der Wasserstofftechnologie eine zukunftsgerichtete Wertschöpfung generieren möchten.

Ziele im HyStarter-Projekt sind die Identifikation geeigneter Anknüpfungspunkte für Wasserstofftechnologien im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Damit soll für die bestehenden Erzeugungsanlagen auch eine Perspektive für das Post-EEG-Zeitalter geschaffen werden. Zusätzlich soll die Kopplung mit bestehenden Infrastrukturen untersucht werden, so z. B. die Methanisierung in Verbindung mit Vergärungsanlagen. Für die Infrastrukturentwicklung ist die Frage zentral, wie bisher nicht mit Gasnetzen erschlossene Gebiete künftig versorgt werden können und ob Wasserstoff dabei eine Rolle spielen kann. Aber auch Anwendungen im öffentlichen Nachverkehr sollen beleuchtet werden.

Das HyStarter-Projekt soll bei der Strategieentwicklung unterstützen, um wirtschaftlich tragfähigen Wasserstofflösungen inkl. Finanzierungsmodellen mit Fokus auf den ländlichen Raum zu entwickeln.

Neuigkeiten aus der Region

Erster HyStarter – Workshop
Wie kann Wasserstoff für NEW genutzt werden?

Der Landkreis Neustadt an der Waldnaab wurde im Herbst als eine von bundesweit nur neun Hy-Starter-Wasserstoffregionen ausgewählt. Um diesem wichtigen Baustein in Sachen Klimaschutz in Angriff zu nehmen, traf sich ein Akteurs-Netzwerk aus Vertretern der Industrie, der Wissenschaft, der Kommunalpolitik und der Landkreis-Verwaltung zum ersten Strategie-Dialog im BHS-Innovision Center in Weiherhammer. Bis Jahresende sind weitere 5 Workshops geplant, in denen ein Konzept zur Etablierung einer regionalen Wasserstoffwirtschaft, ein weiterer Fahrplan und möglichst auch bereits konkrete Projektideen entwickelt werden sollen.

Zunächst soll die Ausgangslage und die Rahmenbedingungen analysiert werden. Die Workshop-Teilnehmer waren sich einig, dass hier vor allem der aktuelle und zukünftige Energiebedarf der verschiedenen Sektoren Industrie, Landwirtschaft, Mobilität und Gebäude und die besonderen regionalen Herausforderungen ermittelt werden sollte. Die regionalen Ziele der verschiedenen Akteure müssen analysiert werden, um daraus Vorschläge für Handlungsansätze zu finden. Alle Ideen werden neben dem Klimanutzen natürlich auch auf rechtliche, technische und finanzielle Machbarkeit geprüft. Alle Perspektiven der Wasserstoffwirtschaft von der Erzeugung, der Speicherung und Verteilung bis zu den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten werden betrachtet.

Die Teilnehmer brachten sich mit ihrem Know-How in verschiedenen Bereichen in die Diskussion ein. Projekte und Aktivitäten können an unterschiedlichen Orten angestoßen und von verschiedenen Akteuren realisiert werden. Es wurde auch deutlich, dass die Interessen und Prioritäten der Akteure zwar in manchen Bereichen unterschiedlich sind, aber der Nutzen der Wasserstoffwirtschaft insgesamt anerkannt wird. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen soll baldmöglichst reduziert werden und die Energiegewinnung aus erneuerbare Energien gesteigert werden.

Das HyStarter-Projekt wird von der Agentur Choice in Kooperation mit weiteren Fach-Ansprechpartnern begleitet. Die Termine für die nächsten Workshops stehen bereits fest. Nach Abschluss der Dialoge werden die Ergebnisse und Visionen auch der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Claudia Prößl
Pressesprecherin

Aus der Presse

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